P R E S S E M E L D U N G E N

Auf dieser Seite listen wir fremde Beiträge über Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt, Handel, Handwerk, Internet, Bildung, Ausbildung und Zukunft. Die Artikel sollen unmittelbar Bezug zu unserem Stadtteil beinhalten. 


S T E L L U N G N A H M E

29.06.2020 Unternehmerlohn im Spiegel der Gesellschaft

Die gegenwärtige Diskussion über die notwendige Förderung der Wirtschaft in der Pandemiekrise zeigt immer wieder das unklare Verständnis über die Rolle des Unternehmerlohnes in der Gesellschaft. Dies äußert sich in den Förderungen für Selbständige, in denen nur die Betriebskosten finanziert werden oder bei der Vergabe von
Liquiditätskrediten, die nur vergeben werden, wenn auf Bonifikationen und Dividenden verzichtet wird. Diese Diskussion resultiert maßgeblich aus einer Neiddebatte, die immer wieder in der Gesellschaft angeheizt wird.

Während sofort klar ist, dass die drohende Arbeitslosigkeit mit der Regelung über das Kurzarbeitergeld erfolgen muss, steht ein großes Fragezeichen hinter der Entlohnung für die Arbeit des Unternehmers und hinter dem Bereitstellen von Geld als Investition für das Unternehmen, welches eben Zinsen oder Dividenden abwirft, weil es ohne diese Investitionen keine Unternehmen gibt.

Wenn dem Unternehmen verboten wird, sein Geschäft auszuüben, dann muss geregelt sein, wie der daraus entstehende Schaden ersetzt wird. Klar, die Coronakrise ist eine Besonderheit, ein Lockdown schützt in der vorgenommenen Konsequenz Menschenleben und sichert das Funktionieren des Gesundheitswesens. Deshalb unterstützen Unternehmen und Unternehmer/innen auch den Prozess, weil der Schutz der Gesundheit Priorität hat.

Dieser Unterstützung entgegen steht aber die Haltung der Politik, die den Unternehmer in seiner Unternehmereigenschaft nicht akzeptiert, denn der Unternehmer muss zu seinen Kosten einen Überschuss erzielen, ohne diesen Überschuss kann kein Unternehmen und kein/e Unternehmer/in überleben. Deshalb braucht auch diese Position ihre Anerkennung, zumal es verschiedene Soloselbständige gibt, die kaum Kosten haben, weil Theaterschauspieler oder Musiker kein Büro brauchen oder andere nicht unbedingt Betriebskosten haben und damit den Förderungen und den gesetzten Bedingungen nicht gerecht werden. Der Unternehmerlohn ist die Grundlage für Selbständigkeit, dessen Nichtanerkennung bedeutet Existenzbedrohung.

Das Gleiche trifft auch für die Zahlungen von Dividenden zu. Dividenden sind die Vergütung für die zur Verfügungstellung von Geld, was in Form von Maschinen, Ausrüstungen die Grundlage für Unternehmungen ist. Ohne Kapital, ohne Investition, ohne Geld gibt es keine Unternehmung und deshalb kann eine Nichtvergütung für diese Funktion von Geld erhebliche Auswirkungen auf künftige Investitionen haben.

Frank Bösemüller
Landesvorsitzender des BDS Sachsen e.V.

Quelle: Bund der Selbständigen e.V. >>

B A U P L A N U N G

21.06.2018

Neue Straße, Gehwege und Haltestelle – für das Großprojekt Stadtbahn 2020 wird der Verkehr in Löbtau neu geregelt.

Hier geht es zu einem Artikel der Sächsischen Zeitung >>


M O N O T O N I E

31.12.2014

In einem Artikel der Sächsischen Zeitung unter dem Titel „Die Laden-Monotonie auf der Kesselsdorfer" wurde ein seit Jahren bekanntes Problem Löbtaus offen angesprochen. Darin wird unter anderem der Vorsitzende des Gewerbevereins Andreas Hirtes zitiert, bezugnehmend auf den Geschäftsneubau im unteren Drittel der Straße: „Es ist schade, dass man da nicht weitsichtiger gedacht hat." Kritisch äußert sich auch Felix Liebig, einer der Mitinitiatoren der Löbtauer Runde: „Ein Problem sind vor allem die großen Filialen."  Lokalkultur lebe davon, dass sie von Menschen aus dem direkten Umfeld gestaltet wird. Die Inhaber der großen Ketten seien aber in Löbtau nicht verwurzelt und inhabergeführte Läden gebe es kaum noch. Deshalb verirren sich Konsumenten selten aus anderen Stadtteilen hierher, eigene wandern zum Einkaufen ab. Die Kesselsdorfer Straße verarmt zusehens.